Wellen

Alpha-Wellen

Als Alpha-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen 8 und 13 Hz bezeichnet. Ein verstärkter Anteil von Alpha-Wellen wird mit leichter Entspannung bzw. entspannter Wachheit, bei geschlossenen Augen, assoziiert. Alpha-Wellen werden als emergente Eigenschaft betrachtet. Alpha-Wellen treten hauptsächlich bei geschlossenen Augen auf und werden mit dem Öffnen der Augen durch Beta-Wellen ersetzt (Berger-Effekt). Den gleichen Effekt erreicht man bei geschlossenen Augen, wenn man z.B. eine einfache Rechenaufgabe im Kopf zu lösen beginnt.

Beta-Wellen

Als Beta-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen >13 und 30 Hz bezeichnet. Das Auftreten von Beta-Wellen hat verschiedene Ursachen und Bedeutungen, z.B. kommen Beta-Wellen bei etwa 8 % aller Menschen als normale EEG-Variante vor. Beta-Wellen entstehen aber auch als Folge der Einwirkung bestimmter Psychopharmaka oder des REM-Schlafs. Physiologisch treten diese Oszillationen außerdem z.B. beim konstanten Anspannen eines Muskels oder bei aktiver Konzentration auf.

Gamma-Wellen

Als Gamma-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich über 30 Hz bezeichnet. Sie tritt zum Beispiel bei starker Konzentration, Lernprozessen oder dem Meditieren auf. Bei Mönchen mit langjähriger Meditationspraxis werden über 30-fach erhöhte Amplituden gemessen. Neuere Forschungen zeigten das Auftreten des Gamma-Bandes bei der sogenannten Top-Down-Regulierung und der Synchronisation von verschiedenen Hirnarealen zur Integration verschiedener Qualitäten eines Stimulus. Sie sind auf einem EEG-Streifen mit bloßem Auge nicht zu sehen.

Delta-Wellen

Delta-Wellen weisen eine niedrige Frequenz von 0,1 bis <4 Hz auf. Sie sind typisch für die meist traumlose Tiefschlafphase (N3, slow wave sleep SWS). Bei Säuglingen sind sie auch im Wach-EEG physiologisch, bei älteren Kindern können sie in den normalen occipitalen Grundrhythmus eingelagert sein (delta de jeunesse, posterior slow waves of the youth). Unter pathologischen Bedingungen treten sie auch im Wachzustand fokal (umschrieben) oder generalisiert (diffus) auf und zeigen dann eine Hirnfunktionsstörung oder Hirnläsion an. Beispiele sind Delta-(Theta-)Herde bei umschriebenen tiefliegenden Hirnläsionen (z.B. Hirnblutung, Hirninfarkt, Hirntumor), die frontale, intermittierende Delta-Aktivität (FIRDA) im Rahmen von Hirnfunktionsstörungen und die temporale, intermittierende Delta-Aktivität bei Temporallappenepilepsien (Schläfenlappen-Epilepsien).

Theta-Wellen

Als Theta-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen 4 und <8 Hz bezeichnet. Sie treten vermehrt bei Schläfrigkeit und in den leichten Schlafphasen N1 und N2 auf. Im Wachzustand sind sie bei Kleinkindern physiologisch, bei Erwachsenen können sie auf eine Hirnfunktionsstörung oder eine Hirnläsion hinweisen (s. Delta-Wellen).

Gehirnwellen lassen sich nicht nur messen, sondern auch beeinflussen. Bekannt geworden ist dies z.B. durch Neurofeedback mittels Mindmachines.

Wenn z.B. in Angst- und Stresssituationen die Frequenz im hohen Beta-Bereich (21 Hz – 38 Hz) liegt, dann ist es sehr hilfreich, äußere Hilfsmittel anzuwenden, die helfen, den Frequenzbereich in einen niedrigen Beta-Zustand (13 Hz – 15 Hz) oder sogar in einen Alpha-Zustand (8 Hz – 13 Hz) zu bringen.

Der für das Siegersystem-Konzept wichtige Frequenzbereich ist de rBereich der Theta-Wellen, also der Bereich zwischen 4 Hz und 8 Hz. Diesen Bereich unterteilt man ggfs. noch in zwei Unterbereiche:

  • Theta 1 4,0 Hz – 6,5 Hz
    • Einschlafphase
    • Wachträumen
    • Hypnose
  • Theta 26,5 Hz – 8 Hz
    • Tiefe Entspannung
    • Meditation
    • Wachträumen
    • Hypnose

Nachdem Sie wissen, dass das Erreichen eines Theta-Zustands der Gehirnwellenfrequenz einer meditativen Tiefenentspannung entspricht, möchte ich Ihnen erklären, welche Hilfsmittel ich hierfür entwickelt bzw. eingesetzt habe.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer akustischen Beeinflussung der Gehirnwellen gemacht. Die beiden von mir erprobten Wege erläutere ich im Folgenden.

Wichtiger Hinweis: Ich wende keine derartigen Hilfsmittel an, wenn eine Epilepsie oder eine psychische Erkrankung diagnostiziert wurde oder Psychopharmaka eingenommen werden. Auch bei Migränepatienten lasse ich Vorsicht walten, wobei ich bei mir selbst niemals negative Erfahrungen gemacht habe.