Einstellung des Omniatherapeuten

Der in meinen Augen wichtigste Punkt bei einer Omniatherapie ist, dass der Omniatherapeut, genau wie der Reframingcoach, verinnerlicht, dass er „nur ein Werkzeug“ ist. Der Omniatherapeut ist gleichfalls weder ein „Heilsbringer“, noch ein „Guru“, geschweige denn etwas Besonderes.

Der Omniatherapeut ist „nur“ Teil einer größeren Ordnung und kein Heiler oder Retter, sondern immer nur ein Werkzeug, das als Werkzeug lediglich eine wichtige Aufgabe übernimmt und im besten Fall dazu beiträgt, dass ein hilfesuchender Mensch „zu sich selbst“ findet und Auslöser und Ursachen von Problemen gefunden, erkannt und möglichst aufgelöst werden.

Zu einer verantwortlichen Einstellung mit Achtung und Respekt gegenüber dem Hilfesuchenden gehört insbesondere, die gecoachte Person nicht retten oder heilen zu „wollen“, denn das wäre anmaßend, da sich bei einer solchen Einstellung der Omniatherapeut „über“ den Hilfesuchenden stellen würde.

Am liebsten spreche ich deshalb nur von „Protagonist“ anstatt von „Patient“ oder „Klient“, da es mir wichtig ist, deutlich zu machen, dass der Betroffene die Hauptrolle innehat. Es geht niemals darum, zu zeigen, dass man helfen oder sogar heilen kann. Die Hilfe darf nie Selbstzweck sein, und die „Heilung“ oder besser die dafür notwendige Problemlösung liegt auf keinen Fall in der Verantwortung des Omniatherapeuten.

Diese innere Einstellung halte ich für wichtig, damit jederzeit im Auftreten, im Verhalten und in den Äußerungen des Omniatherapeuten deutlich wird, dass er sich nicht für etwas „Besseres“ oder „Elitäres“ hält, sondern Demut und Respekt sein Denken und Wirken mit dem Ziel einer Hilfestellung bestimmen.